Arthur Schopenhauer – Jakob Böhme

22. Juli 2009 at 18:47 (Philosophie, Religion, Spiritualität) (, , , , , , , )

Einer der bedeutendsten, auch von Arthur Schopenhauer hochgeschätzten deutschen Mystiker war  Jakob Böhme (1575-1624).   Ich hatte zwar schon früher einige Schriften von ihm gelesen, aber so richtig kam ich erst über Schopenhauer zu Böhme. Es war vor allem Schopenhauers Hinweis auf die Mystik, und zwar  als Ergänzung zu seiner Philosophie, die mich veranlasste, intensiver Jakob Böhme zu lesen. Seitdem fand ich oft Worte von Böhme, die  ich mir dann zu weiterem Bedenken und Besinnen aufgeschrieben habe. So diese:

… denn es ist ein Wille im ewigen Nichts…
– Und das ist das höchste Mysterium, und darum,
 so ihr dies wollet finden, so suchets… in euch selber,
aber nicht in eurer Vernunft, die muß sein als tot…
Ihr werdets nichts als mit Forschen ergründen…

So ist nun alles Sünde, was begehrt das Äußere
in Willen zu führen; der Wille soll … sein gleich als nichts oder tot…

(Jakob Böhme, aus: „Vierzig Fragen von der Seele“, ziot. nach Wolf Bruxner: „Die Mystiker leben und Werk“)

 Wille –  ist auch der zentrale Begriff in Schopenhauers Philosophie. Gerade die zuletzt zitierten Worte  Böhmes erinnern an Schopenhauers Lehre von der Willensverneinung als Voraussetzung für die Überwindung dieser Welt des Leides.
hb

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